5 Tipps zur Vorbereitung von Bildungsangeboten mit KI

Von der ersten Idee bis zur Individualisierung: So gelingt die Vorbereitung von Bildungsangeboten mit KI-Unterstützung.

Künstliche Intelligenz stellt Pädagog:innen vor Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten – zum Beispiel in der Vorbereitung von Bildungsangeboten und Aktivitäten für den Kindergartenalltag. 

KI-Tools können dabei vielfältig zum Einsatz kommen, ob individualisierte Geschichten erstellen, Elternbrief formulieren oder als Ideengeber für Experimente. Wie hilfreich die Ergebnisse letztendlich sind, hängt jedoch davon ab, wie konkret die eigenen Überlegungen und Angaben vorab waren. Die folgenden Tipps helfen dabei, KI effizient zu nutzen.

1. Ist KI für diese Aufgabe überhaupt sinnvoll?

KI kann in vielerlei Dingen eine große Hilfe sein, ist aber nicht automatisch immer die beste (oder einzige) Lösung. Durch die laufende Weiterentwicklung ergeben sich stets neue Möglichkeiten, dennoch stößt man unter Umständen auch an Grenzen. Doch vor allem zur Erstellung von Materialien aus bestehenden Inhalten, zur Zeitersparnis bei repetitiven Arbeiten, als Inspiration oder auch zur Variation und Differenzierung kann KI durchaus hilfreich sein.

2. Kein guter Output ohne guten Input

Anders formuliert: Wer gute Ergebnisse erwartet, muss mit wohlüberlegten Prompts und etwas Geduld arbeiten. Je konkreter die Anweisung, desto größer die Chance, das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Dazu sollte der Prompt folgende Aspekte beinhalten:

  • Rolle (z.B.: “Du bist eine erfahrene Elementarpädagog:in…”)
  • Aufgabenstellung & Thema (Ich brauche eine Klanggeschichte zum Thema Winter)
  • Zielgruppe & Kontext (z.B. Kindergartenkinder zwischen 4 und 6 Jahren, Vorwissen)

3. Die KI zum Nachfragen auffordern

Je konkreter der Prompt, desto besser das Ergebnis. Doch die KI kann natürlich schon beim Prompten hilfreich sein, indem man sie aktiv dazu auffordert, Fragen zu stellen, z.B.: "Stelle mir vorab alle nötigen Fragen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erhalten." oder “Hast du noch Fragen oder Vorschläge?” Mit der entsprechenden Rolle sind auch Kontrollschleifen möglich.

4. Differenzierung & Individualisierung

Der Wissensstand und das Entwicklungsstand der Kinder sollte in jeder Hinsicht von Anfang an mitbedacht werden. Allen voran natürlich beim Inhalt, aber auch bei Format, Sprachniveau oder Gestaltung sollten die Ergebnisse an die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst werden.

5. Gut Ding braucht Weile

Je komplexer die Aufgabe, desto mehr Geduld und Nacharbeiten sind unter Umständen erforderlich. Man sollte sich nicht automatisch mit dem ersten Ergebnis zufriedengeben, sondern dieses bei Bedarf verändern und nachbessern. Je nach konkreter Aufgabenstellung dienen KI-Erzeugnisse generell eher als Inspiration oder als hilfreiche Grundlage, die dann noch manuelle Anpassung erfordert.

Gut zu wissen...

Grundsätzlich gilt: Eine KI ist keine zuverlässige Informationsquelle.
KI-Ergebnisse müssen daher natürlich immer überprüft werden. Zudem muss der Datenschutz der eigenen Daten, aber auch jener der Kinder stets gewahrt bleiben. Diese und weitere grundsätzliche Überlegungen beim Einsatz von KI sind in unseren 10 Geboten für KI im Kindergarten zu finden. Mehr Ideen zum Einsatz von KI im Kindergarten sind im Artikel “KI im Kindergarten anwenden” zu finden. 


Weiterführende Links

Startseite
Ideen