Code & Go Robot Mouse

Die Einsteiger-freundliche Robo-Maus zum spielerischen Einstieg ins Coding.

Kurzbeschreibung:

© Tanja WaculikWiener Bildungsserver

Das Code & Go Mouse Activity Set ist ein Set mit Materialien zum spielerischen Einstieg in die Programmierung. Herzstück des Sets ist eine Roboter-Maus, die über Pfeiltasten einen Weg entlang programmiert werden kann. Zusatzgeräte wie Tablet oder Smartphone sind zur Programmierung nicht nötig. Die Funktionalitäten der Robo-Maus umfassen:

  • Bewegung des Roboters
  • Audio-Ausgabe (nicht direkt programmierbar)

Erste Inbetriebnahme:

Die Robotermaus wird mit 3 Stück AAA-Batterien betrieben, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Die Robo-Maus wird über einen Schalter auf der Unterseite eingeschalten, hier kann noch zwischen einem normalen Modus und einem Hyper-Modus unterschieden werden, in letzterem bewegt sich der Roboter besonders schnell fort. Die Robo-Maus ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Bee-Bot: Auch die Maus wird über Pfeiltasten direkt am Roboter selbst programmiert, im Unterschied zum Bee-Bot haben diese jedoch verschiedene Farben. Ein grüner Knopf dient als Startbefehl.

Die beiliegenden Materialien des Sets sind selbsterklärend: 16 quadratische, grüne Kunststoffplatten können in beliebiger Form zu einem Parcours zusammengesteckt werden, durch den die Robo-Maus programmiert werden kann. Drei orange Rundungen dienen als Tunnel. 22 lila Plättchen können als Hindernisse zwischen die grünen Kunststoffplatten gesteckt werden, um den Parcours zu erschweren. Ein Käse-Stück stellt das Ziel der Maus dar. Berührt die Maus das Käse-Stück mit ihrer Nasenspitze, zeigt sie dies über einen Piep-Laut an. 

Ein beiliegender Activity-Guide enthält Anleitungen zum Einsatz des Sets. Auf 30 Befehlskärtchen sind die unterschiedlichen Programmier-Befehle des Maus-Roboters dargestellt, mit diesen kann das eingegebene Programm visualisiert werden. Auf 10 doppelseitig bedruckten Aktionskarten werden insgesamt 20 verschiedene Parcours dargestellt, die mit den Platten, Hindernissen und Tunneln nachgebaut werden können (ähnlich den Parcoursvorlagen des Wr. Bildungservers für den Bee-Bot).

Handhabung:

Hardware:

Herzstück des Code & Go Mouse-Activity Sets ist der Mausroboter. Dieser kann über Tasten am Roboter selbst programmiert werden. Da der Roboter mit Batterien betrieben wird, empfiehlt sich beim langfristigen Einsatz des Sets die Anschaffung von wiederaufladbaren AAA-Batterien. Über eingebaute, kleine Lautsprecher gibt die Maus auch Töne von sich, z.B. bei jedem Tastendruck, beim Losfahren, wenn sie den Käse berührt oder wenn die rote Aktionstaste gedrückt wird. Die Tonausgabe kann jedoch nicht ausgeschalten oder leiser geschalten werden. Die Schrittlänge des Mausroboters beträgt 12,5 cm (Vergleich Bee-Bot: 15 cm). Die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Maus kann wahlweise auf normalen- oder Hyper-Modus geschalten werden, wobei letzterer laut Herstellerangaben eher für die Nutzung der Maus am Boden und nicht auf den beiliegenden Kunststoffplatten gedacht ist. Führt der Roboter viele Bewegungen, vor allem Drehungen, hintereinander aus, wird er teilweise ungenau oder schief und muss händisch nachkorrigiert werden.

© Tanja WaculikWiener Bildungsserver

Ein wichtiges Element des Sets sind auch die verschiedenen Utensilien, mit denen eigene Parcours für die Robo-Maus aufgebaut werden können. Die grünen Kunststoffplatten, die als Untergrund dienen, können ganz einfach zusammengesteckt werden. Die Parcours können sowohl am Tisch als auch am Boden aufgebaut werden, denn werden z.B. alle verfügbaren Kunststoffplatten quadratisch aufgebaut, benötigt der Aufbau eine Fläche von 50 x 50 cm. Auch die Tunnel können mit eingebaut oder nachträglich aufgestellt werden. Die lila Hindernisse werden einfach zwischen die Kunststoffplatten gesteckt. 

Software:

Die Steuerung des Roboters ist sehr simpel und intuitiv, lediglich die Funktion der bunten, runden Knöpfe muss anfangs kurz nachgeschlagen werden. Der Mausroboter kann mit sieben verschiedenen Pfeiltasten programmiert werden. Verschiedenfärbige Pfeiltasten stehen für den Vorwärts-, Rückwärts-, Linksdrehung- und Rechtsdrehung-Befehl. Ein grüner Knopf dient als Start-Befehl, mit dem gelben Knopf kann die Befehls-Eingabe gelöscht werden. Der rote Knopf ist die sogenannte Aktionstaste. Wird diese gedrückt, führt der Maus-Roboter drei zufällige Aktionen (Bewegungen oder Töne) durch, jedoch immer so, dass er am Ende der drei Aktionen wieder so steht wie zu Beginn. Insgesamt können bis zu 40 Programmierbefehle eingegeben werden. Da der Roboter jedoch über keinen Display oder eine anderweitige Anzeige verfügt, muss die Befehlsabfolge wenn nötig mit den beiliegenden Befehlskärtchen visualisiert werden.

Wer keine eigenen Parcours aufbauen will oder etwas Inspiration dazu braucht, kann dazu die Aktionskarten nutzen, die insgesamt 20 verschiedene, kontinuierlich schwieriger werdende Parcoursaufbauten darstellen.

Pädagogisches Fazit:

© Tanja WaculikWiener Bildungsserver

Die Robotermaus ist laut Hersteller für Kinder ab einem Alter von 4 Jahren geeignet. Je nach Entwicklungsstand des Kindes, kann dies variieren. Aufgrund des Aussehens und der Einsatzmöglichkeiten empfehlen wir die Robotermaus für den Einsatz im Kindergarten. Die Robotermaus funktioniert wie der Bee-Bot und ist dadurch ein guter spielerischer Einstieg ins Programmieren. Sie unterscheidet sich vom Bee-Bot jedoch in einigen Punkten. 

Sehr positiv fallen die unterschiedlich farbigen Pfeiltasten auf. Dadurch können auch schon jüngere Kinder in der Raum-Lage-Wahrnehmung z.B. beim Erlernen der Richtungen unterstützt werden. Die Pfeiltasten sind klar zu erkennen, die anderen bunten Tasten waren im Test anfangs etwas verwirrend. Die Maus fährt schneller als der Bee-Bot und wirkt dadurch flotter. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass durch die kompakte Form des gesamten Pakets, auch auf kleineren Kindergarten-Tischen damit gearbeitet werden kann. Wenn die Platten quadratisch aufgebaut werden, ergibt sich ein Spielfeld von 50x50cm.  Es wird ein fertiges Set geliefert, welches man sofort (bis auf Batterien) einsetzen kann. Auch die Aktionskarten sind relativ selbsterklärend und zum eigenständigen Arbeiten mit dem Roboter gut einsetzbar. Gewisse Regeln wie z.B. das verpflichtende Durchqueren des Tunnels und das Blitz-Symbol als Darstellung der Aktionstaste waren für uns nicht auf Anhieb eindeutig verständlich, waren aber in der Anleitung nachzulesen. 

Im Test ist uns negativ aufgefallen, dass der Roboter keinen eingebauten Akku hat. Leider wurde auch verabsäumt, dass die Schrittlänge der Robotermaus, der des Bee-Bots angepasst wurde. Dadurch ist leider das vielseitige Material und Zubehör des Bee-Bots nicht nutzbar. Der Roboter ist daher hauptsächlich für das spielerische Erlernen der Grundlagen des Programmierens interessant, jedoch nicht langfristig und flexibel zur Wissensvermittlung einsetzbar. Der Fokus liegt hierbei auf Coding und kann nur begrenzt erweitert werden. Ein Erweiterungsset kann zusätzlich angekauft werden, dieses wurde jedoch nicht getestet. 

Ideen
BildDB