Der Medienalltag der Kinder

Der Alltag der Kinder von heute ist von Medien geprägt. Die Leitmedien der Vorschulkinder sind Bücher und das Fernsehen, aber auch die Beschäftigung mit internetfähigen Geräten nimmt zu.

In fast jedem Haushalt in Österreich findet sich mindestens ein Fernsehgerät. Computer mit Internetzugang sind weit verbreitet und auch das Handy bzw. Smartphone gehört mittlerweile zum Standard. Welche Medien zu Hause verfügbar sind und wie und in welchem Ausmaß diese genutzt werden, hängt dabei immer vom jeweiligen sozioökonomischen Status der Familie ab.

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Die Beliebtheit von Tablets unter Kindern nimmt zu.

Die Leitmedien der Kinder

Für Kinder von zwei bis drei Jahren nehmen (Bilder-)Bücher den größten Stellenwert ein. Nach wie vor steht das Anschauen und Vorlesen von Büchern an erster Stelle. Besonders beliebt sind Tier- und "Wimmelbücher" (vgl. miniKIM-Studie 2012, Medienpädagogischer Fachverband Südwest). Auch das Anhören von Hörspiel- bzw. Musik-CDs und –Kassetten gehört zum Alltag der Kleinkinder. Viele haben bereits einen eigenen CD-Player im Kinderzimmer und können diesen selbständig bedienen.

Für Vier- bis Fünfjährige ist das Fernsehen das Leitmedium, auch wenn Bücher weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Im Durchschnitt nutzen Kinder dieser Altersgruppe das Fernsehen eine Stunde pro Tag - und somit länger als jedes andere Medium - während Zwei- bis Dreijährige auf etwa 30 Minuten pro Tag kommen. Besonders beliebt sind Zeichentrickproduktionen und erfundene Geschichten (vgl. ebd.). In den letzten Jahren hat das Angebot für Kinder stark zugenommen. Mittlerweile gibt es mehrere Sender, deren Programm sich ausschließlich Kindern widmet.

Kind mit Smartphone
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Computer, mobile Geräte und Internet

Computer mit Internetzugang sind heute weit verbreitet, allerdings sind sie nicht mehr die einzige Möglichkeit, um im Internet zu surfen. Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets sind immer mehr am Vormarsch. So steigt auch das Interesse der Vorschulkinder an diesen Medien. Für die Altersgruppe der Zwei- bis Fünfjährigen spielen PC und mobile Geräte wie Tablets im Vergleich mit anderen Medien noch eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings beschäftigen sich bereits über 50% der Kinder mindestens einmal pro Woche mit internetfähigen Geräten.

Medien gehören zur Alltagswelt der Kinder. Sie nutzen sie zur Unterhaltung, aber auch zur Sozialisation oder als Werkzeuge zur Entdeckung ihrer Umwelt. Sie entwickeln in Bezug auf verschiedene Medien und ihre Inhalte individuelle Vorlieben und identifizieren sich dabei stark mit den Medienfiguren. Das kann ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen, Ängste und Unsicherheiten können abgebaut sowie Selbstbewusstsein gewonnen werden.

Das macht es für PädagogInnen unumgänglich, sich auch in der Bildungsarbeit mit Medien auseinanderzusetzen. Nur so haben die Kinder die Möglichkeit, Medienkompetenz aufzubauen und Medien bereichernd in ihr Leben zu integrieren.


Webtipp:

Die miniKim-Studie 2012 des Medienpädagogischen Forschungsverbandes Südwest (mpfs) zum Nachlesen.

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