Ein Roboter macht Obstsalat

Im Kindergarten in der Prandaugasse 5 kam der Holzroboter Cubetto im Rahmen eines Schnupperworkshops zum Einsatz.

© Tanja Waculik Wiener Bildungsserver
Tanja Waculik Wiener Bildungsserver
Der Holzroboter Cubetto wurde für Kinder zwischen 3 und 7 Jahren entwickelt. Gesteuert wird er mit einem elektronischen Holzbrett und pfeilförmigen Steinchen.
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Schritt für Schritt setzten die Kinder die pfeilförmigen Steinchen ein, um den Roboter zur jeweils nächstgelegenen Frucht zu bewegen.
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Fasziniert und mit breitem Lächeln beobachten die Kinder, wie sich der Holzroboter fortbewegt.

Im Wiener Kinderfreunde-Kindergarten in der Prandaugasse 5 im 22. Bezirk stand kürzlich ein Schnupperworkshop des DaVinciLabs am Programm. Die Kindergartenkinder, die sich im letzten Kindergartenjahr befinden, sollen heute zum ersten Mal mit dem Cubetto-Roboter arbeiten. Beim Cubetto handelt es sich um einen Holzroboter, der für Kinder zwischen 3 und 7 Jahren entwickelt wurde. Dieser wird nicht mit einem Tablet, sondern mithilfe von einem elektronischen Holzbrett und Pfeil-förmigen Steinchen gesteuert. Erst kürzlich hat der Kindergarten selbst Cubetto-Roboter angeschafft, heute arbeiten die Kinder zum ersten Mal damit. Da die Pädagoginnen die Roboter in Kürze auch selbst einsetzen wollen, beobachten Kindergartenleiterin Julia Reininger und ihr Team gespannt die Situation und machen sich Notizen, während Sophie Alber vom DaVinciLab die letzten Vorbereitungen trifft.

"Cubetto braucht eure Hilfe"

Die ersten sieben Kinder betreten den Raum. Sie nehmen rund um die Matte Platz, auf der sich der Cubetto-Roboter später bewegen wird. Sophie Alber stellt sich und ihren Gast vor: "Das ist der Cubetto. Der Cubetto ist ein Roboter und diese Matte ist die Welt, in der Cubetto lebt." Auch die Kinder stellen sich nacheinander vor, reichen den Holzroboter reihum und begrüßen ihn. Ein roter Pfeil am Roboter zeigt nach rechts, ein gelber Pfeil nach links. Die Kinder erhalten nun Sticker und kleben sich jeweils einen roten Pfeil auf die rechte und einen gelben Pfeil auf die linke Hand. Nun folgt die Aufgabenstellung: Cubetto möchte einen Obstsalat machen, hat aber keine Früchte. Daher braucht er die Hilfe der Kinder, erklärt Sophie Alber.

Schritt für Schritt

Sie zeigt laminierte Bilder, auf denen verschiedene Früchte zu sehen sind. Die Kinder benennen Frucht und Farbe, erzählen was ihre persönlichen Lieblingsfrüchte sind und verteilen die Bilder auf der Matte, auf der sich der Cubetto-Roboter bewegen wird. Nun wird Schritt für Schritt erklärt und vorgezeigt, wie man den Cubetto-Roboter steuern kann: Indem die pfeilförmigen Steinchen der Reihe nach in die Einkerbungen des elektronischen Holzbretts gesteckt werden, befiehlt man Cubetto, sich je nach Steinchen vorwärts zu bewegen oder sich nach links oder rechts zu drehen. Danach geht's los: Ein Kind nach dem anderen benennt die Frucht und deren Farbe, zu der es den Roboter steuern will. Danach nennt es Schritt für Schritt die Bewegungen, die der Roboter dazu machen muss und setzt die entsprechenden Steinchen in das Holzbrett. Nach insgesamt etwa 20 Minuten sind alle Kärtchen eingesammelt und die sieben Kinder verabschieden sich. In wenigen Minuten folgt die nächste Kindergruppe.

Medien im Kindergarten-Alltag

"Die Medienkompetenzen im Kindergarten sollen sich an der Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder orientieren. Durch den Cubetto-Roboter wird den Kindern die Möglichkeit geboten Medienerlebnisse zu verarbeiten und praktische Erfahrungen im Umgang mit Medien zu machen, welche ihrem Entwicklungsstand entsprechen", erklärt Kindergartenleiterin Julia Reininger. Mithilfe der Pädagoginnen verwenden die Kinder im Kindergartenalltag verschiedene technische Geräte, wie Computer, Digitalkamera oder CD-Player. Da man dabei großes Interesse der Kinder beobachtet habe, "ist es uns ein Anliegen, ihnen den richtigen Umgang und die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten von Medien näher zu bringen", so die Kindergartenleiterin. Außerdem ermögliche man den Kindern durch den Einsatz des Roboters nicht nur das spielerische Lösen verschiedener Aufgabenstellungen, sondern fördere so auch die Links-Rechts-Unterscheidung, die Konzentration und die Raumorientierung (Orientierungs- und Strukturierungskompetenz).

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