Coco und das Kleine Schwarze

Ein Bilderbuch über das Leben Coco Chanels, die in einem Waisenhaus aufwächst und sich schließlich zu einer großen Mödeschöpferin entwickelt. Erzählt im grafischen Stil von Modezeichnungen.

Buchcover: Coco und das Kleine Schwarze
© Freies Geistesleben
Buchcover: Coco und das Kleine Schwarze von Annemarie van Haeringen

AutorIn: Annemarie van Haeringen

HerausgeberIn: Freies Geistesleben; Stuttgart 2014

Alter: ab 5

Themen:

  • Waise
  • Emanzipation
  • Mode

Seitenanzahl: 32 S.

Preis: 15,40€

Coco ist totmüde und hat immer Hunger. Sie ist zerbrechlich wie eine Eierschale.
In einem Waisenhaus wächst Coco auf – wie viele ihrer literarischen VorgängerInnen
fühlt sie sich abgestellt, ein lästiges, peinliches Päckchen. Ein Niemand!

Kindliche LeserInnen wissen nicht, dass sie extrem verdichtet die Lebensgeschichte
einer großen Modeschöpferin lesen und betrachten, sie sehen nur ein
dürres kleines Mädchen, das bewacht von einer mächtigen Nonne in Schwarz
nähen muss und stricken und häkeln und stopfen. Aber das macht ja nichts. Wie
eine Figur aus dem Märchen sucht und findet Coco ihren Weg, es ist der einer
Emanzipation: Eine Frau folgt ihrem eigenen Geschmack , näht Kleider, die einen
nicht verhüllen und einengen. Das finden dann auch die vornehmen Damen
gut. Am Ende sehen wir eine Doppelseite, auf der sich viele sehr unterschiedlich
gebaute Frauen im »Kleinen Schwarzen« (so klein es halt geht) tummeln.

Van Haeringen spielt in ihrem Bilderbuch über das Leben von Coco Chanel (das anlässlich
einer Ausstellung erschienen ist) mit kinderliterarischen Motiven, dem
grafischen Stil von Modezeichnungen und mit der Farbe Schwarz. Das ist für
Kleine spannend – gemeinsam mit größeren LeserInnen weitet sich dann vielleicht
dazu auch noch der Horizont.

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015.


Text und Empfehlung von: Institut für Jugendliteratur

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