NEU: Medienerziehung - Was Eltern wissen müssen

Grundlegende Informationen zur Medienerziehung, die den Eltern bewusst gemacht werden sollen - nicht durch Belehrung, sondern durch Zusammenarbeit und Sensibilisierung.

Elternarbeit meint in erster Linie Kooperation und Dialog. Es geht darum, die Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder zu unterstützten und sie für die bedeutende Rolle, die sie dabei spielen, zu sensibilisieren. Ziel ist es, Eltern über ihre eigene Mediennutzung zum Nachdenken zu bringen und dadurch den Weg zu einem bewussten Umgang mit Medien in der Familie zu ebnen. Die Eltern müssen über ihre Vorbildfunktion, die sie auch im Bereich des Medienverhaltens einnehmen, aufgeklärt  werden. Ihnen muss bewusst werden, dass Kinder vor allem durch Nachahmung lernen und das Verhalten von Erwachsenen beobachten und "kopieren".

Der Einfluss, den Medien unbestritten auf Kinder haben, ist vor allem von der elterlichen Begleitung, von der familiären Kommunikation abhängig. Den Eltern muss klar werden, wie wichtig das Reden über Medien und mediale Erfahrungen für die Entwicklung der Kinder und deren Spracherwerb ist.

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Begleitung und Reden über Medienerlebnisse sowie ...
Hände halten
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... Vertrauen und Verständnis bilden die Grundpfeiler der frühen familiären Medienerziehung.

Kinder brauchen vertrauensvolle und verlässliche AnsprechpartnerInnen, an die sie sich  in Situationen, die ihnen Angst machen oder sie auf andere Weise verunsichern, wenden können. Dieser Rolle können Eltern gerecht werden, indem sie mit den Kindern stets im Gespräch über deren Medienerlebnisse bleiben und echtes Interesse sowie Verständnis zeigen.

Die beste Art Problemen vorzubeugen, ist Begleitung, Aufklärung und das regelmäßige gemeinsame Gespräch. Medienerziehung bedeutet, den Kindern beim Aufbau der Medienkompetenz sowie bei der Verarbeitung ihrer Medienerlebnisse unterstützend zur Seite zu stehen. Eltern haben die Aufgabe ihren Kindern beim Umgang mit und der Auswahl von Medien Orientierung zu geben. Schließlich sind sie es, die den Kindern den Zugang zu bestimmten Medienangeboten ermöglichen oder verbieten (können). Dabei müssen auch die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder Beachtung finden. Nicht alle Angebote sind für uns Erwachsene auf den ersten Blick wertvoll. Und doch können sie Kinder in der Erfüllung bestimmter Entwicklungsaufgaben - wie etwa Aufbau der eigenen Identität oder Kennenlernen alternativer Konfliktlösestrategien - helfen.

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Regeln sind wichtig - zB "Während des Essens bleibt das Smartphone aus!"

Wichtig ist Kindern einen Raum zu bieten, in dem sie sich und den Umgang mit Medien ausprobieren und entfalten können und dabei nicht alleine gelassen werden. Welche Regeln dabei vereinbart werden, hängt von der jeweiligen Familie und ihren Mediennutzungsgewohnheiten ab. Je nach Alter der Kinder können diese Regeln gemeinsam beschlossen werden, an die sich dann auch alle Familienmitglieder zu halten haben. Die Möglichkeit, Argumente für Ausnahmen zu äußern und diese gemeinsam zu diskutieren sollte gegeben sein.

Medien bieten vielfältige Möglichkeiten - Unterhaltung, Information, Spiel, kreatives Gestalten uvm. Um diese effektiv nutzen zu können, müssen hier auch die Eltern ins Boot geholt werden. Ihnen müssen nicht nur die Risiken, sondern vor allem auch die Chancen, die von Medien ausgehen, sowie die Vorbildrolle, die sie selbst dabei spielen, bewusst gemacht werden. 


Webtipp:

Zum MeKi-Artikel: Elternarbeit in der Medienerziehung

Zum MeKi-Artikel: An die Eltern herantreten, aber wie? - Methoden der Zusammenarbeit

Zum kostenlosen Download von ausführlichen Materialien für die Elternarbeit zum Thema Medienkompetenz der Initiative "Schau hin!" 

Zum kostenlosen Download des Werkstattbuch Medienerziehung - Zusammenarbeit mit Eltern - in Theorie und Praxis der BZgA - deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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