Bildungschancengleichheit durch Medienerziehung

Die Ausbildung einer "digitalen Kluft" ist ein modernes Phänomen, dem umso effektiver entgegengewirkt werden kann, je früher pädagogisch begleitete Medienerziehung stattfindet.

Die Chancen auf einen Zugang zum Internet und anderen modernen Informations- und Kommunikationsmedien sind in unserer Gesellschaft sehr ungleich verteilt. Man spricht hier von einer "digitalen Kluft". So sind der Zugang zu den Medien sowie die Art und das Ausmaß der Mediennutzung von Kindern stark vom sozioökonomischen Milieu der Familie abhängig. Dies hat starke Auswirkungen auf soziale und wirtschaftliche Entwicklungschancen.

Studien zeigen beispielsweise, dass Kindern aus sozial schwächeren Familien bei weitem weniger vorgelesen wird, als solchen aus bildungsnahen Schichten. Das bedeutet einen Nachteil für ihre sprachliche Entwicklung und somit auch für den späteren schulischen Erfolg. Außerdem sitzen diese Kinder im Schnitt deutlich länger vor dem Fernseher. Auch die Programmauswahl ist stark vom familiären Hintergrund abhängig.

Durch die frühe Medienerziehung leistet der Kindergarten einen wichtigen Beitrag zur  Überwindung der digitalen Kluft und damit zur Bildungschancengleichheit. Hier wird der Grundstein für den weiteren Bildungsweg gelegt, dessen Ziel der kritische, mündige  medienkompetente Mensch ist. 

Daumen hoch!
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Gleiche Bildungschancen für alle Kinder! - Durch die frühe pädagogische Begleitung im Kindergarten.

Im Kindergarten kann allen Kindern der Umgang mit Büchern, Digitalkamera, Computer, Internet und Co gleichermaßen ermöglicht werden und auf diese Weise der Ausbildung einer digitalen Kluft bzw. ungleichen Bildungschancen schon früh entgegengewirkt werden. Zudem werden die kindlichen Medienerlebnisse hier pädagogisch begleitet und so deren positive Auswirkungen auf die Entwicklung und das Lernen gewährleistet. Im Zuge der Medienerziehung im Kindergarten werden Medien nicht nur passiv genutzt, sondern diese aktiv und kreativ in den Alltag integriert. Die Kinder lernen hier Medien nicht nur als Mittel zur Unterhaltung kennen, sondern setzen diese als Werkzeuge ein, um Ideen umzusetzen, Produkte zu gestalten und die Welt zu entdecken.

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