Merkmale kindgerechter Medien

Kriterien, die Sie bei der Auswahl kindgerechter Medien unterstützen können - Und: Vorab immer selbst ausprobieren!

Welche Medien "kindgerecht" sind, ist gar nicht so leicht zu beurteilen. Spielen dabei doch immer Alter und Entwicklungsstand der Kinder, deren Vorerfahrungen, Interessen und Vorlieben sowie deren individuelle Wahrnehmung eine Rolle. Wir haben dennoch versucht, eine Liste an Kriterien zu erstellen, an der Sie sich bei der Auswahl von Medien orientieren können.

Beurteilungskriterien:

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Nicht alle Medien für Kinder sind auch wirklich kindgerecht.
  • Inhalte, Themen und Aufmachung sollten dem Alter entsprechen und die Kinder weder unter- noch überfordern.
  • Charaktere sollten nicht zu komplex sein und sich in einfache Kategorien wie "gut und böse", "mutig und feige" etc. einteilen lassen.
  • Die Geschichten sollten in sich abgeschlossen sein und gut ausgehen. Offene Enden bzw. fehlende "Happy Ends" verunsichern Kinder.
  • Lange Filme und Geschichten überfordern die Kinder meist noch. Besser sind kurze Episoden bzw. Geschichten, in denen sich unterschiedliche Elemente - Musik, Lustiges, Dialoge etc. - miteinander abwechseln.
  • Die Erzählweise sollte langsam und verständlich sein. Damit die Kinder der Geschichte folgen können, sollte diese nicht mehr als einen Erzählstrang haben.
  • Lern- und Computerspiele sollten einfach zu bedienen sein. Klare, große Symbole helfen Kindern sich zu  orientieren.
  • Kindgerechte Medien sollten keine Werbung enthalten bzw. nur Werbung, die als solche gekennzeichnet ist und sich vom regulären Inhalt deutlich abgrenzt.
  • Kindgerechte Medien sollten frei von Gewalt und verstörenden Inhalten sein. Sie sollten möglichst keine Angst auslösen.
  • Wichtig ist, dass sie den Kindern Spaß bereiten und sie unterhalten.
  • Als pädagogisch wertvoll gilt die Ausgewogenheit zwischen Lernen und Unterhaltung.
  • Im besten Falle regen Medieninhalte die Kinder dazu an, sich mit diesen kreativ auseinanderzusetzen - sei es in Form von Malen und Basteln oder ein Nachspielen der Inhalte in Form von Rollenspielen.

Außerdem:

Um eine endgültige Entscheidung treffen und geeignete Medien auswählen zu können, ist es allerdings unerlässlich sich diese vorab selbst anzuschauen bzw. diese auszuprobieren. Dabei sollten auch die Vorlieben der Kinder beachtet und ernst genommen werden. Und nicht zuletzt müssen Inhalte nicht immer Bildungscharakter haben - auch Spaß und Unterhaltung sind legitime Motive der Mediennutzung.


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