Mediennutzung - Mediengestaltung

Mediennutzung und Mediengestaltung sind von dem Erziehungswissenschaftler Dieter Baacke geprägte Begriffe und Teil der Medienkompetenz. Beides muss gelernt sein!

Mediennutzung
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA

Definition: Mediennutzung

Während der Mediennutzung bleibt der/die UserIn eher passiv, er/sie reagiert lediglich auf Medien. Dabei wird zwischen dem Aufnehmen von Inhalten, wie etwa beim Fernsehen, Radio hören oder Zuhören einer Vorlesegeschichte und dem interaktiven Tun – also dem Reagieren auf vorgegebene Inhalte und Befehle - beim Umgang mit Computerspielen und Lernsoftware unterschieden.

Doch auch die Mediennutzung verlangt eine Reihe von Kompetenzen ab. Der/die UserIn muss zuhören, Inhalte aufnehmen, verarbeiten und kritisch reflektieren können. Er/sie muss wissen wie er/sie an Informationen kommt und diese nach ihrem Wahrheitsgehalt überprüfen kann. Im Rahmen der Medienerziehung im Kindergarten können diese Kompetenzen durch gezielte Spiele sowie das Reden über Medienerlebnisse angebahnt werden.

Mediengestaltung
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA

Definition: Mediengestaltung

Hier wird der Mensch selbst zum "Handelnden", er/sie agiert, wird also selbst aktiv. Medien werden zum Werkzeug um eigene Produkte herzustellen, eigene Ideen zu verwirklichen und selbst kreativ und innovativ zu arbeiten. Mediengestaltung ist immer handlungsorientiert. 

So können Kinder zB mittels Fotoapparat eigene Bilder aufnehmen, ein Bilderbuch gestalten oder einen kurzen Video-Clip drehen. 

Medienkompetenz schließt stets beide Aspekte ein: Ein medienkompetenter Mensch weiß Medien zu nutzen – beispielsweise als Informationsquelle, zur Kommunikation mit anderen oder auch einfach zur Unterhaltung – und diese dabei stets kritisch zu hinterfragen. Daneben kann er Medien als Werkzeuge und Gestaltungsmittel zur Verwirklichung eigener Ideen und Wünsche einsetzen.

Ideen
BildDB