Der Medienbegriff

Zum Einstieg eine kurze Übersicht: Definition, Eigenschaften, Arten und Einteilung von Medien.

Das Wort "Medium" kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie "vermittelndes Element". Medien sind Träger von Bedeutung und Information und dienen der zwischenmenschlichen Kommunikation. So gesehen sind auch Sprache, Mimik und Gestik Medien. Das bedeutet, dass eigentlich jede erzieherische Tätigkeit über mediale Inhalte verfügt.

Nach Prof. Dr. Norbert Neuß haben Medien ganz charakteristische Eigenschaften:

  • Sie erweitern unsere Sinne.
  • Sie sind symbolische Botschaften.
  • Sie sind keine Abbildungen der Wirklichkeit, sondern vielmehr zeigen sie immer nur einen bestimmten Ausschnitt dieser.

In der Alltagssprache meinen wir mit dem Begriff "Medien" meist Massenmedien wie Zeitung, Fernsehen, Radio, Film und Internet. Das Besondere an ihnen ist, dass sie gleichzeitig eine große Anzahl von Menschen erreichen und auf diese Weise Inhalte einer breiten Öffentlichkeit vermitteln können. 

Analoge und digitale Medien
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA
Analoge und digitale Medien

Einteilung der Medien

Je nachdem, worauf der Schwerpunkt gelegt wird, können Medien unterteilt werden:

Nach Analog – digital

  • Analoge Medien (umgangssprachlich auch "alte Medien" genannt): Printmedien (Medien in gedruckter Form, wie Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Plakate etc.), Audiokassetten, VHS-Kassetten, Schallplatten usw.
  • Digitale Medien ("neue" Medien): CDs, Internet, Computer- und Konsolenspiele, Mobiltelefone, digitale Fotos, digitales Radio, digitales Fernsehen und digitales Video, Tablets sowie E-Books.
    Übrigens: Digital kommt aus dem Lateinischen und heißt "mit dem Finger".

Nach den Sinneskanälen

  • Auditive Medien wie Radio, Audiokassette, CD, MP3 etc.
  • Visuelle Medien wie Printmedien und Fotos
  • Audiovisuelle Medien wie Fernsehen und Video
  • Interaktive Medien wie Computer, Internet, Mobiltelefone, Tablets etc.

Nach dem Technikeinsatz

  • Primärmedien: "Menschmedien", also Medien, die ohne Einsatz von Technik auskommen – Mimik, Gestik, Sprache etc.
  • Sekundärmedien: Printmedien
  • Tertiärmedien: elektronische Medien
  • Quartärmedien: digitale Medien

Im Bereich der Elementarbildung macht es Sinn, den Begriff Medien sehr weit zu fassen, da hier die Grundsteine für den Aufbau einer Medienkompetenz gelegt werden. So gehören die Auseinandersetzung mit Mimik und Gestik, das Interpretieren von Symbolen und das Beschäftigen mit Bildern und Bilderbüchern genauso zur Medienerziehung wie das Reden über, Beschäftigen mit und Gestalten von auditiven, visuellen und interaktiven Medien.

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