Wir gestalten ein Bilderbuch

Die Kinder stellen ihr eigenes - analoges oder digitales - Bilderbuch aus selbstgemachten Zeichnungen oder Fotos her und illustrieren so eine bereits bekannte oder auch eine selbst erfundene Geschichte.

Bilderbuch Titelblätter
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA

Alter: ab 3 Jahren

Sozialform: 2 - 6 Kinder pro Bilderbuch

Ressourcen:

für die analoge Gestaltung

  • Stifte, festes Papier
  • zum "Binden" des Buches: Locher und Schnur; Heftklammern; Heftmappe; Klemmschienen etc.
  • Laminiergerät und Folien

für die digitale Gestaltung

  • Computer/Tablet, Drucker
  • Scanner oder Digitalkamera
  • Malsoftware (zB "Tux Paint" oder "MS Paint")

Kompetenzen:

  • Schöpferische Kompetenz: kreatives Gestalten von Medien
  • Sozialkompetenz: soziales Lernen und Teamfähigkeit
  • Sprachlich-kommunikative Kompetenz: Texte überlegen & verfassen, erzählen von Geschichten

Einführung

Mit den Kindern besprechen "was macht ein Buch aus?"

  •   einmalig gestaltetes Buchcover, sowie einen Rücken
  • Dazwischen befinden sich mehrere Seiten, die mit Bildern und/oder Text bedruckt sind und eine Geschichte erzählen

Welche Geschichte soll zum Bilderbuch werden?

Nun geht es an die Entscheidung, welche Geschichte illustriert werden soll. Eine bereits bekannte Vorlesegeschichte oder doch lieber eine selbst erfundene? Gehen Sie hier auf die Wünsche der Kinder ein!
Entscheiden sie sich für den zweiten Fall, muss natürlich wesentlich mehr Zeit für die Vorbereitung eingeplant werden:

  • Genre - soll das Buch eine lustige Geschichte beinhalten oder eine Problemdarstellung sein
  • Ort, Figuren, Handlung müssen überlegt werden

Schließlich muss gemeinsam überlegt werden, welche Szenen bildlich dargestellt werden müssen, damit der Verlauf der Geschichte und die darin vorkommenden Figuren klar und verständlich sind.

Durchführung

Von den Kindern gestaltete Bilderbücher
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA

Welche Medien sollen verwendet werden?

  • Eine Möglichkeit ist, die einzelnen Bilder zu zeichnen bzw. zu malen –  mit Stift und Papier und sie dann analog weiter zu verarbeiten oder digital via Scanner oder Digitalkamera auf den PC oder auf das Tablet zu bringen.
  • Die zweite Möglichkeit ist mit Hilfe eines Malprogramms am Computer oder Tablet direkt zu zeichnen. Die kostenlose Kindermalsoftware Tux Paint erlaubt die abgespeicherten Bilder der Kinder auszudrucken, aber auch in einer "Diashow" nacheinander abzuspielen.
  • Eine andere Variante ist, die einzelnen Szenen mit Hilfe von Verkleidungsutensilien und (gebastelten) Requisiten szenisch darzustellen und abzufotografieren. Der Vorteil ist, dass sich hier sehr viele Kinder an der Gestaltung des Bilderbuches beteiligen und dabei je nach Entwicklungsstand und Interesse unterschiedliche Aufgaben übernehmen können. Es werden unter anderem BühnenbildnerInnen, SchauspielerInnen und FotografInnen benötigt.

Die Werke der Kinder werden anschließend (ausgedruckt), laminiert und zu einem Bilderbuch gebunden. Als Präsentation kann das Buch auch am Tablet angeschaut werden oder auf die Wand projeziert.

Sachinformationen

Sachinformationen

Das Bilderbuch gehört zur Kinderliteratur und ist in allen Genres vertreten. Dabei ist zu beachten, welche Bücher zum Entwicklungsstand passen.

Das erste Buch, das als Bilderbuch bekannt wurde, war 1845 der "Struwwelpeter", bald gefolgt durch "Max und Moritz", beides Bücher, die heute, pädagogisch betrachtet nicht für das Kleinkindalter geeignet sind.

Mehr zu aktueller, guter Kinderliteratur finden Sie hier:

 

Die Gestaltung eines Bilderbuches ist ein gemeinschaftliches Projekt. Durch das gemeinsame Tun lernen Kinder aufeinander einzugehen, aber auch eigene Ideen und Wünsche zu äußern und sich mitzuteilen. Gemeinsam werden Fragen geklärt und Entscheidungen getroffen.

Weiterführende Ideen

Weiterführende Ideen

Bilderbuch
Angela DeutschWiener BildungsserverCC BY-NC-SA

Reflexion

Betrachten Sie gemeinsam mit den Kindern das fertige Produkt: Gefällt dir das Buch? Fehlt, deiner Meinung nach, noch etwas?

Besprechen Sie schließlich noch einmal die einzelnen Arbeitsschritte: Welcher war besonders schwierig, welcher eher einfach? Welcher hat besonders Spaß gemacht?

Präsentationsmöglichkeiten: Als Bilderbuchkino - Die Kinder können ihr Werk präsentieren, indem sie das Bilderbuch nicht nur zeigen, sondern auch versuchen die Geschichte dazu zu erzählen. Siehe Praxisidee "Das Buch als Kinoerlebnis".

Wie wird es für alle zugänglich gemacht?
Legen Sie das Bilderbuch auch an einem geeigneten Ort im Kindergarten auf, an dem es die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern betrachten können. Schließlich kann das Bilderbuch Einzug in die Leseecke finden, wo es allen Kindern jederzeit zur Verfügung steht.

MeKi Praxisidee:

Geschichten aus dem Rucksack

Eine Geschichte in Bildern

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